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Meditation & Wissenschaft

Autorenbild: cantondaniela08
cantondaniela08
27. Aug.
2 Min. Lesezeit

Aussage der Gehirnwissenschaft über Meditation



  • Der Nervus vagus (X. Hirnnerv) ist der größte Nerv des Parasympathikus und spielt eine zentrale Rolle bei der Regulation zahlreicher innerer Organe. Er stellt eine wichtige Verbindung zwischen Gehirn und Körper dar. Der Vagusnerv entspringt im Hirnstamm und verläuft über die Medulla oblungata durch Hals und Brustraum bis in den Bauchraum, wo er unter anderem Herz, Lunge und Verdauungsorgane beeinflusst.

    Der Arzt Prof. Dr. med. Gerd Schnack bezeichnet den Vagusnerv als den „Großen Ruhe-Nerv“. Er beschreibt ein neurophysiologisches Zusammenspiel, bei dem insbesondere der III., VII. und IX. Hirnnerv sowie der X. Hirnnerv, der Vagus, an Entspannungsprozessen beteiligt sind. Auf dieser Grundlage entwickelte Schnack die sogenannte Vagus-Meditation.

  • Untersuchungen weisen darauf hin, dass der Vagusnerv an der Regulation entzündlicher Prozesse beteiligt ist. Über den sogenannten inflammatorischen Reflex kann der Vagus die Aktivität des Immunsystems beeinflussen. Meditation und andere Verfahren zur Stressregulation können parasympathische Aktivität und vagale Regulation beeinflussen. Die Zusammenhänge werden weiterhin erforscht.

  • Meditation kann mit strukturellen und funktionellen Veränderungen des Gehirns einhergehen. Studien mit bildgebenden Verfahren haben bei Meditierenden unter anderem Veränderungen in Hirnregionen untersucht, die mit Aufmerksamkeit, Emotionsregulation, Selbstwahrnehmung und Gedächtnis in Zusammenhang stehen. Dazu gehören beispielsweise Bereiche des präfrontalen Kortex und der Hippocampus. Auch Veränderungen der Dicke beziehungsweise der Dichte bestimmter kortikaler Bereiche wurden beschrieben.

  • Regelmäßige Meditation wird außerdem mit Veränderungen der neuronalen Netzwerke in Verbindung gebracht. Die Veränderungen der Struktur und funktionellen Verschaltung bestimmter neuronaler Netzwerke, können hier beobachtet werden. Daraus können sich Veränderungen in Aufmerksamkeit, Stressregulation und emotionaler Verarbeitung ergeben.

  • Bei älteren Menschen gibt es Hinweise darauf, dass regelmäßige Meditation beziehungsweise Achtsamkeit mit einer besseren Erhaltung bestimmter kognitiver Funktionen verbunden sein kann.



Aus spiritueller Sicht kann man diese neurobiologischen Veränderungen als eine zunehmende Fähigkeit des Gehirns verstehen, Bewusstsein und geistige Erfahrungen differenzierter zu verarbeiten und zu integrieren.


 
 
 

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